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Sehr geehrte Damen und Herren,

Schon Sadi ein Alt-Persischer-Dichter sagte:

„Alle Menschen sind Teile eines Ganzen. Wenn einer der Teile verletzt wird, leiden alle Teile darunter.“

Wer zu den aktuellen Geschehnissen im Iran schweigt, macht sich mit schuldig.
Ich kann und will nicht still bleiben.

Wir Künstler und Schriftsteller sollten unsere Solidarität und Unterstützung für die Menschen
im Iran, die täglich immer wieder für Freiheit und Demokratie eintreten, bekunden.

Da jeder einzelne Mensch ein Teil des Ganzen – ein Teil der Menschheit ist, sollte jeder auch seinen Teil zum Wohle dieser Menschheit beitragen, auch wenn die Unterstützung sich oft nur auf einen moralischen Beistand beschränken muss.

Wenigstens diesen Beistand sollten wir den jetzt immer wieder aufs Neue verletzten Teilen unseres Ganzen gewähren.
 
Das folgende Gedicht widme ich allen Menschen im Iran, die jetzt für Freiheit und gegen Diktatur aufstehen, besonders Neda, der jungen Studentin, deren Tod zum Symbol des Widerstands gegen die Unterdrückung geworden ist.

Rote Blume – Arghavan

Mein Geist ist voller Sorge – mein Körper voller Angst,
mein Herz voller Trauer.
Ich bedecke Deinen Hals – mit Sternenküssen,
er ist rot, rot wie der Mohn – rot wie die Blume Arghavan.
Doch die Blume, sie verwelkt – in der Gasse durch die sie floh

Weih! Weih! Arghavanam, meine Arghavan

Meine Arghavan schreit – schreit nach Frieden,
ihr Schrei ist so weit – so weit, wie die Wüste
Tropfen für Tropfen wächst unser Mut – unser Zusammenhalt,
und man hört die Stimme Arghavans – die Stimme die ruft:

Hört, hört uns!
Wir wollen nicht Gewalt – wir wollen nicht zerstören,
doch Götzen und falsche Propheten – sie wollen wir stürzen


Wir gehen – gehen in einer Reihe,

wir haben die gleichen Stimmen – wir atmen gemeinsam,
wir gehen – gehen Hand in Hand,
gehen in einer Reihe – gemeinsam

 

Oh, die Nächte – wie waren sie schwer,
die Sterne des Schlafes – der Sand der Müdigkeit,
er erreichte nicht meine Augen

In einer Nacht – da träumte ich,
träumte ich wäre bei Arghavan – liefe in der ersten Reihe,
träumte aus meinen Händen – da wob sich ein Netz,
ein Netz zum Schutze – zum Schutze Arghavans

Dann schuf ich eine Brücke – mit Seilen aus meinen Fingern,
eine Brücke für die Menschen,
für die geschundenen Menschen meiner Heimat,
die sie in die Freiheit führt

 

Meine Füße sie eilen,
eilen mit großen Schritten – auf dem Weg zur Freiheit

Oh,  Arghavan – meine rote Blume,
Du hast vor Dir – noch einen langen Weg,
Oh, Arghavan – meine rote Blume,
Du trägst im Herzen – ein Meer voll der Liebe

Und meine Füße sie eilen,
eilen mit großen Schritten,
eilen voran und ich rufe:

Weih! Weih! Arghavanam, meine Arghavan

Der Weg, er ist lang – so lang wie die Welt,
bis die neuen Herzen – bis sie wild klopfend erstrahlen,
die duftenden Rosen – die Liebe bringen

Weih! Weih! Arghavanam, meine Arghavan

Einen Ozean voller Liebe – den trugst Du in Deinem Herzen,
durch alle Straßen fliegen sie nun – die jungen Tauben der Freiheit,
fliegen von Stadt zu Stadt,
rufen nach Gerechtigkeit – rufen nach Frieden

Weih! Weih! Arghavanam, meine Arghavan

Auch wir hier – wir ziehen schweigend,
schweigend zur Ruine der Gedächtniskirche,
auch wir hier – wir stellen des Nachts unsere Kerzen
unter den Baum der Freiheit,
wir versprechen mit unseren Sonnenblumen,
dass auch in unserer Heimat die Freiheit – die Freiheit bald kommt

Weih! Weih! Arghavanam, meine Arghavan

Oh, Arghavan du trugst die Faust der Freiheit in Dir!

 

                                                                                                                        Shahla Aghapour
shahla@aghapour.de

http://www.jokers.de/1/poem.print/unser-land.html?id=9507

 

 

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